Modellbahngruppe

Im Pulverweg unweit des Lüneburger Bahnhofs ist die Modellbahnanlage untergebracht. Hierfür sammeln wir sämtliche Materialien über die Eisenbahnen der Lüneburger Heide, insbesondere mit dem Schwerpunkt Kleinbahnen.

 

Schon kurz nach Gründung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg (AVL) wurde mit dem Bau einer Modellbahnanlage in der Baugröße H0 im Zweileiter-Gleichstromsystem begonnen. Der Verein bekam von der damaligen Deutschen Bundesbahn (DB) Räumlichkeiten im ehemaligen Bahnbetriebswerk Lüneburg zur Verfügung gestellt. Heute befindet sich dort eine Parkpalette (Am Altenbrücker Ziegelhof). Nach der Kündigung durch die DB wurden die fertigen Teile der Anlage ausgelagert und in einem Schuppen aufbewahrt. Die Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE) vermieteten einige Monate später ihre ehemalige Fahrkartenausgabe im Bahnhofsgebäude Lüneburg Süd der Strecke Lüneburg - Soltau an die AVL. Dort baute man die vorhandenen Teile wieder zu einer funktionsfähigen Anlage zusammen. 1989 wurde uns die Fahrkartenausgabe gekündigt weil eine Videothek das Gebäude kaufte. Die Anlage wurde abermals zerlegt und für ein Jahr in einem Kellerraum eingelagert. 1990 konnte die AVL die ehemalige Pumpstation der Stadt anmieten und die bis dato größte Vereinsanlage aufbauen. Nach 21 Jahren bekamen wir wieder die Kündigung, weil die Stadt den Abwasserkanal, welcher unter dem Gebäude durchfließt, erneuern muss. Dieses ist nur durch den Abriss des Gebäudes möglich.

 

Im März 2012 gelang es der AVL eine 100 Quadratmeter große Halle auf dem ehemaligen Gelände der Lucia Strickerei von der Stadt anzumieten.

 

 

Die Anlage

Während der Kopfbahnhof "Bad Rehburg", mit seinem Bahnbetriebswerk, dem Güterbahnhof und dem Ablaufberg von einem Gleisbildstellpult (Basis Roco MCS120) gesteuert wird, ist die Ausrüstung der Nebenbahn einfacher gestaltet. Der Bahnhof "Salzhausen" ist mit handgestellten Weichen ausgestattet. Die Bahnhöfe "Hützel" und "Endstation" der Strecke verfügen über Eigenbau-Stellpulte. Nur die Hauptbahn ist dem Vorbild entsprechend mit Signalen ausgestattet. Der Abstellbahnhof der Hauptbahn befindet sich noch in der Planung. Bisher wurden auf ca. 25 m² etwa 170 m Gleis, 83 Weichen und eine Drehscheibe eingebaut. Die heutige Anlage besteht aus Segmenten, die aber nicht als frei verwendbare Module eingesetzt werden können.

 

Um beim Betrieb möglichst viele Mitglieder zu beschäftigen, muss jeder Bahnhof mit einem Fahrdienstleiter und/oder Lokführer besetzt sein. Die Zugmeldung erfolgt per Fernsprecher. Der Betrieb läuft nach Fahrplan. Bei Güterzügen werden Wagenlaufzettel mitgeführt, die Rangieraufgaben verlangen (und manchen Modellbahner schon zum Schwitzen brachten). Als Zeitraum wird die Epoche 3 angenommen. Allerdings kommen auch "Museumsfahrzeuge" und "Zukunftsmodelle" zur Verwendung, um den Einsatz epochenfremder Fahrzeuge zu begründen! Das rollende Material wird von den Mitgliedern beigestellt, der Verein verfügt nur über eine sehr geringe Anzahl von Fahrzeugen. Triebfahrzeuge und Wagen müssen für das Zweileiter-Gleichstrom-System geeignet sein und eine nach NEM 360 kompatible Bügelkupplung aufweisen. Nach zwei Einbrüchen bleiben keine Fahrzeuge mehr im Clubraum.

 

An den Treffen, jeden Dienstag im Pulverweg 4 in Lüneburg, beteiligen sich viele Mitglieder. Jeder engagiert sich nach Interesse und Fähigkeit am Gespräch, Erfahrungsaustausch oder Anlagenbau. Fahrabende werden vorher vereinbart.

Die Modellbahner beteiligen sich auch an den Fahrten des HEIDE-EXPRESS sowie an den erforderlichen Pflege- und Reparaturarbeiten der vereinseigenen Fahrzeuge.

 

Von unseren Mitgliedern werden Exkursionen zu anderen Modellbahnvereinigungen, Eisenbahnmuseen und Museumseisenbahnen durchgeführt. Zweimal jährlich veranstalten wir in Lüneburg eine Modellbahnbörse, die große Aufmerksamkeit erreicht und inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden ist.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Gäste wie auch weitere "Mitarbeiter" stets willkommen sind.

 

Auskünfte erteilt Ralf Hugenberger, Telefon und Fax (04131) 48 539.